Der Gadenverein

Im Rahmen der Dorferneuerung wurden die am meisten verfallenen Gaden erworben, mit der Absicht, diese zu renovieren und zu nutzen. Unter anderem entstand die Idee, hier eine Galerie einzurichten. Das Amt für Ländliche Entwicklung regte daraufhin die Gründung eines Fördervereins an, der die Galerie und andere kulturelle Aktivitäten betreuen sollte.

1994 konnte der Gadenverein gegründet werden. Als Vorsitzende wurde Claudia Cebulla gewählt, als Stellvertretende Vorsitzende Bürgermeisterin Ruth-Hanna Gube.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten begann der Verein im Dezember 1997 sein Veranstaltungsprogramm mit der „1. Galderschummer Weihnacht“. Seitdem finden auf der Kleinkunstbühne pro Jahr mehrere Konzerte, Lesungen oder Kabarettabende statt.

Die Galerie wurde mit der Ausstellung „Ansichten von Geldersheim“ der Gadenmalgruppe im Juni 1999 eröffnet. Pro Jahr finden hier bis zu sechs Ausstellungen von Künstlern statt, die meist aus der Region kommen.

Vorstand

Vorsitzender: Martin Schlör, Urnenfelderstr. 24, 97505 Geldersheim, info@gadenverein.de

Stellv. Vorsitzender: Sebastian Gläser

Schatzmeister: Jan Gobba

Schriftführerin: Claudia Barth

Beisitzer: Karin Lorenz, Martina Mangold, Bernhard Schmee, Kevin Simon

Die Gadenmalgruppe

Bauoberrat Otto Kister von der Direktion für Ländliche Entwicklung wollte als „Kunst am Bau“ kein Kunstwerk anschaffen, sondern ein Projekt starten. Der Titel dieses Projekts lautete: „Wie sehen Geldersheimer Bürger ihr Dorf?“ Diese „Geldersheimer Ansichten“ sollten von Geldersheimer Bürgern gemalt werden. Ein Aufruf in den „Geldersheimer Nachrichten“ brachte zunächst keine Resonanz. Durch Mundpropaganda gelang es dann aber doch, eine Gruppe von 10 Leuten zu finden, die bereit waren, ihr Dorf zu malen.

Das Projekt wurde von der Direktion für Ländliche Entwicklung gefördert, indem die Teilnehmer ausgestattet wurden mit Aquarellfarben, Pinseln und Zeichenblöcken. Für die Galerie in den oberen Räumen der Gaden wurden dann noch Hängesysteme und Rahmen angeschafft. Am 29. Mai 1995 fand im Schützengarten unter der Anleitung des Schwarzacher Künstlers Theo Steinbrenner der Einführungsabend statt, an dem die Gruppe in die Geheimnisse der Aquarellmalerei eingeweiht wurden. Zwei weitere Abende betreute Theo Steinbrenner die Gruppe, die dann auch im Freien malte und sich dabei mit den Grundlagen der Perspektive befasste. Anschließend arbeitete die Gruppe selbständig weiter. Die künstlerische Leitung übernahm Claudia Cebulla und die organisatorische Leitung liegt seither in den Händen von Susanne Mauder. Die Gadenmalgruppe besteht noch heute.